Seit Jahren interessiert mich japanische Kalligraphie. Für Menschen, die sich nicht mit der asiatischen Kultur beschäftigt haben, mag es befremdlich erscheinen, japanische Kalligraphie auszuüben. Für mich hingegen ist es ein herrlich entspannendes Hobby. Japanische Kalligraphie hat mich schon als Kind fasziniert. Die Ruhe und Gleichmut, mit der ältere Japaner im Kimono japanische Kalligraphie auf das Papier zaubern, ist schon eindrucksvoll. Den ersten Einstieg fand ich, als ein japanischer Mitschüler mir die ersten asiatischen Zeichen zeigte und mir berichtete, dass es Menschen gibt, die einzelne Buchstaben oder Wörter malen. Zuerst dachte ich, japanische Kalligraphie ist etwas für Kinder. Einzelne Buchstaben zu malen war für mich eher etwas für Erstklässler. Schnell habe ich bemerkt, dass japanische Kalligraphie viel mehr ist. Die Ruhe, mit der man Linien und Zeichen malt, der stetige Schwung, mit der die Formen entstehen. Eine falsche Bewegung und man hat keine japanische Kaligraphie, sondern deutsches Gekrakel. Wichtig ist auch das Zubehör. Zum Zeichnen nimmt man natürlich nicht die üblichen Pinsel oder Buntstifte. Für japanische Kalligraphie sollte es schon besseres Material sein. Inzwischen bin ich nach vielen Jahrender Übung sicherlich noch kein Meister, doch meine japanische Kalligraphie macht inzwischen einen recht professionellen Eindruck. Freunde sind immer begeistert, wenn sie eines meiner Exemplare gerahmt für das heimische Wohnzimmer bekommen.

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